Stakeholder-Konsultation nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO
Konsultation der Betroffenen oder ihrer Vertreter nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO im Rahmen einer DSFA: Prüfung Erforderlichkeit Form Reichweite Dokumentation. Output: Konsultationsplan mit Begruendung Form und Dokumentation.
BY KlotzketteUPDATED Oct 28, 2026
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name: dsfa-stakeholder-konsultation-art-35-9-c520ffbcf9c0
description: "Für Stakeholder-Konsultation nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt."
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# Stakeholder-Konsultation nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO
## Wann dieses Modul hilft
- Bei DSFA mit Beschäftigtendaten (Betriebsrat als Vertretung)
- Bei DSFA mit Patientendaten oder Kundendaten in grossem Umfang
- Bei öffentlichen Konsultationen (z. B. Smart-City-Projekte)
- Wenn die Aufsichtsbehoerde im Vorabkonsultationsverfahren Art. 36 Stakeholder-Beteiligung erwartet
- Bei KI-Systemen, die viele Betroffene treffen
## Rechtlicher Rahmen
- Art. 35 Abs. 9 DSGVO: Der Verantwortliche holt gegebenenfalls den Standpunkt der betroffenen Personen oder ihrer Vertreter zu der beabsichtigten Verarbeitung ein, unbeschadet des Schutzes gewerblicher oder öffentlicher Interessen oder der Sicherheit der Verarbeitungsvorgaenge.
- § 26 BDSG, BetrVG (§§ 87, 90, 94): Beteiligung des Betriebsrats bei Beschäftigtendatenverarbeitungen mit Mitbestimmungsbezug.
- EDSA-Leitlinien WP 248 rev.01 zur Konsultation.
- EDSA-Stellungnahmen zur Konsultation in komplexen Verarbeitungen.
## Ablauf 6-Schritte-Methodik
1. **Verarbeitungsbeschreibung.** Welche Verarbeitung? Welche Betroffenenkreise? Gibt es etablierte Vertretungen (Betriebsrat, Patientenvertretung, Verbraucherverbaende)?
2. **Verhältnismäßigkeitspruefung.** Ist eine Konsultation angemessen (Art. 35 Abs. 9 verlangt nur soweit angemessen)? Faktoren: Eingriffstiefe, Anzahl Betroffener, Erkennbarkeit der Verarbeitung, Existenz strukturierter Vertretung.
3. **Risikoanalyse.** Risiken bei Konsultation: Geheimhaltungsinteressen, Wettbewerb, Sicherheitsrisiken. Risiken ohne Konsultation: Reputationsverlust, Aufsichtsanstoss, Akzeptanzproblem.
4. **Maßnahmen / Form der Konsultation.**
- Schriftliche Konsultation des Betriebsrats mit Beschreibung der Verarbeitung
- Umfrage unter Betroffenenstichprobe
- Workshop oder Diskussionsrunde
- Oeffentliche Anhörung (öffentliche Stellen)
- Verbaendekonsultation (Verbraucherzentralen, Datenschutzvereine)
5. **Restrisiko.** Bewertung des Konsultationsergebnisses und Eingang in die DSFA. Wenn Konsultation unterbleibt: Begruendung dokumentieren (Art. 35 Abs. 9 Halbsatz 2 — Schutzinteressen).
6. **Konsultation / Genehmigung.** DSB einbinden; Ergebnis der Stakeholder-Konsultation explizit in der DSFA verarbeiten.
## Mustertext / Template
```
STAKEHOLDER-KONSULTATION DSFA [DATUM]
Verarbeitung: [BEZEICHNUNG]
Verantwortlicher: [NAME]
1. Betroffenenkreise
- [Beschaeftigte / Kunden / Patienten / Buerger / ...]
- Anzahl (ca.): [X]
2. Identifizierte Vertretungen
- Betriebsrat: [Ansprechpartner, BetrVG-Bezug]
- Verbraucherverband: [...]
- Sonstige: [...]
3. Angemessenheit der Konsultation
[ ] erforderlich (Begruendung: [...])
[ ] entbehrlich (Begruendung Art. 35 Abs. 9 Halbsatz 2: [...])
4. Form der Konsultation
[ ] schriftliche Stellungnahme Betriebsrat (BetrVG §§ 87, 90, 94)
[ ] strukturierte Umfrage (Stichprobe N=[X])
[ ] Workshop / Diskussionsrunde
[ ] öffentliche Anhörung
[ ] Verbaendebeteiligung
5. Zeitplan
- Versand / Einladung: [DATUM]
- Rueckmeldefrist: [DATUM]
- Auswertung: [DATUM]
- Aufnahme in DSFA: [DATUM]
6. Verwertung
[Wie wird das Ergebnis in der DSFA verarbeitet? Welche Punkte fuehren zu Massnahmen-Anpassungen?]
7. Schutzinteressen
[Welche Informationen sind aus Gruenden Wettbewerb / Sicherheit / Geheimhaltung nicht offengelegt? Begruendung.]
Unterschrift Verantwortlicher: ____________________
Unterschrift DSB: ____________________
```
## Beispielfaelle Konsultationspflicht
- KI-Personalauswahl im Konzern: schriftliche Stellungnahme Betriebsrat plus Mitarbeiterumfrage.
- Patientenakten-Migration in Cloud: Patientenvertretung anhoeren, Patienteninformation vorbereiten.
- Smart-City-Sensorik: öffentliche Anhörung, Verbaendebeteiligung Datenschutzverein.
- Connected-Vehicle-Telematik: Verbraucherverbaende anhoeren, ggf. Nutzerstichprobe.
- Schueler-Lernplattform: Eltern- und Schuelervertretung anhoeren, Landesdatenschutz informieren.
## Form der Dokumentation
- Verteilte Fragenliste mit Datum, Empfaengerkreis, Rueckmeldefrist.
- Eingaenge protokolliert mit Datum und Eingangsnummer.
- Auswertung mit Begruendung welche Hinweise wie in die DSFA eingeflossen sind.
- Nicht aufgenommene Hinweise mit Begruendung der Nicht-Beruecksichtigung.
- Anonymisierung der Stellungnahmen wenn personenbezogen.
## Typische Fehler
- Konsultation wird ganz unterlassen ohne dokumentierte Begruendung — Verstoss gegen Art. 35 Abs. 9 und Art. 5 Abs. 2 DSGVO.
- Konsultation wird nur formal durchgefuehrt, Ergebnis nicht in die DSFA aufgenommen.
- Betriebsrat wird umgangen, obwohl Mitbestimmung nach BetrVG ausgeloest ist.
- Konsultation wird nach DSFA-Abschluss durchgefuehrt — verfehlt den Zweck der Risikoabwaegung.
- Schutzinteressen werden pauschal behauptet ohne konkrete Begruendung.
- Bei öffentlichen Stellen werden Beteiligungsrechte nach Landesrecht uebersehen.
- Eingaenge der Stakeholder werden nicht im Verarbeitungsverzeichnis Art. 30 verlinkt.
## Quellen Stand 06/2026
- Art. 35 Abs. 9 DSGVO
- § 26 BDSG; §§ 87, 90, 94 BetrVG
- EDSA-Leitlinien WP 248 rev.01
- Literatur: Kommentar- und Aufsatzfundstellen nur bei eigener Quelle
> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
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name: dsfa-stakeholder-konsultation-art-35-9-c520ffbcf9c0
description: "Für Stakeholder-Konsultation nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt."
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# Stakeholder-Konsultation nach Art. 35 Abs. 9 DSGVO
## Wann dieses Modul hilft
- Bei DSFA mit Beschäftigtendaten (Betriebsrat als Vertretung)
- Bei DSFA mit Patientendaten oder Kundendaten in grossem Umfang
- Bei öffentlichen Konsultationen (z. B. Smart-City-Projekte)
- Wenn die Aufsichtsbehoerde im Vorabkonsultationsverfahren Art. 36 Stakeholder-Beteiligung erwartet
- Bei KI-Systemen, die viele Betroffene treffen
## Rechtlicher Rahmen
- Art. 35 Abs. 9 DSGVO: Der Verantwortliche holt gegebenenfalls den Standpunkt der betroffenen Personen oder ihrer Vertreter zu der beabsichtigten Verarbeitung ein, unbeschadet des Schutzes gewerblicher oder öffentlicher Interessen oder der Sicherheit der Verarbeitungsvorgaenge.
- § 26 BDSG, BetrVG (§§ 87, 90, 94): Beteiligung des Betriebsrats bei Beschäftigtendatenverarbeitungen mit Mitbestimmungsbezug.
- EDSA-Leitlinien WP 248 rev.01 zur Konsultation.
- EDSA-Stellungnahmen zur Konsultation in komplexen Verarbeitungen.
## Ablauf 6-Schritte-Methodik
1. **Verarbeitungsbeschreibung.** Welche Verarbeitung? Welche Betroffenenkreise? Gibt es etablierte Vertretungen (Betriebsrat, Patientenvertretung, Verbraucherverbaende)?
2. **Verhältnismäßigkeitspruefung.** Ist eine Konsultation angemessen (Art. 35 Abs. 9 verlangt nur soweit angemessen)? Faktoren: Eingriffstiefe, Anzahl Betroffener, Erkennbarkeit der Verarbeitung, Existenz strukturierter Vertretung.
3. **Risikoanalyse.** Risiken bei Konsultation: Geheimhaltungsinteressen, Wettbewerb, Sicherheitsrisiken. Risiken ohne Konsultation: Reputationsverlust, Aufsichtsanstoss, Akzeptanzproblem.
4. **Maßnahmen / Form der Konsultation.**
- Schriftliche Konsultation des Betriebsrats mit Beschreibung der Verarbeitung
- Umfrage unter Betroffenenstichprobe
- Workshop oder Diskussionsrunde
- Oeffentliche Anhörung (öffentliche Stellen)
- Verbaendekonsultation (Verbraucherzentralen, Datenschutzvereine)
5. **Restrisiko.** Bewertung des Konsultationsergebnisses und Eingang in die DSFA. Wenn Konsultation unterbleibt: Begruendung dokumentieren (Art. 35 Abs. 9 Halbsatz 2 — Schutzinteressen).
6. **Konsultation / Genehmigung.** DSB einbinden; Ergebnis der Stakeholder-Konsultation explizit in der DSFA verarbeiten.
## Mustertext / Template
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STAKEHOLDER-KONSULTATION DSFA [DATUM]
Verarbeitung: [BEZEICHNUNG]
Verantwortlicher: [NAME]
1. Betroffenenkreise
- [Beschaeftigte / Kunden / Patienten / Buerger / ...]
- Anzahl (ca.): [X]
2. Identifizierte Vertretungen
- Betriebsrat: [Ansprechpartner, BetrVG-Bezug]
- Verbraucherverband: [...]
- Sonstige: [...]
3. Angemessenheit der Konsultation
[ ] erforderlich (Begruendung: [...])
[ ] entbehrlich (Begruendung Art. 35 Abs. 9 Halbsatz 2: [...])
4. Form der Konsultation
[ ] schriftliche Stellungnahme Betriebsrat (BetrVG §§ 87, 90, 94)
[ ] strukturierte Umfrage (Stichprobe N=[X])
[ ] Workshop / Diskussionsrunde
[ ] öffentliche Anhörung
[ ] Verbaendebeteiligung
5. Zeitplan
- Versand / Einladung: [DATUM]
- Rueckmeldefrist: [DATUM]
- Auswertung: [DATUM]
- Aufnahme in DSFA: [DATUM]
6. Verwertung
[Wie wird das Ergebnis in der DSFA verarbeitet? Welche Punkte fuehren zu Massnahmen-Anpassungen?]
7. Schutzinteressen
[Welche Informationen sind aus Gruenden Wettbewerb / Sicherheit / Geheimhaltung nicht offengelegt? Begruendung.]
Unterschrift Verantwortlicher: ____________________
Unterschrift DSB: ____________________
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## Beispielfaelle Konsultationspflicht
- KI-Personalauswahl im Konzern: schriftliche Stellungnahme Betriebsrat plus Mitarbeiterumfrage.
- Patientenakten-Migration in Cloud: Patientenvertretung anhoeren, Patienteninformation vorbereiten.
- Smart-City-Sensorik: öffentliche Anhörung, Verbaendebeteiligung Datenschutzverein.
- Connected-Vehicle-Telematik: Verbraucherverbaende anhoeren, ggf. Nutzerstichprobe.
- Schueler-Lernplattform: Eltern- und Schuelervertretung anhoeren, Landesdatenschutz informieren.
## Form der Dokumentation
- Verteilte Fragenliste mit Datum, Empfaengerkreis, Rueckmeldefrist.
- Eingaenge protokolliert mit Datum und Eingangsnummer.
- Auswertung mit Begruendung welche Hinweise wie in die DSFA eingeflossen sind.
- Nicht aufgenommene Hinweise mit Begruendung der Nicht-Beruecksichtigung.
- Anonymisierung der Stellungnahmen wenn personenbezogen.
## Typische Fehler
- Konsultation wird ganz unterlassen ohne dokumentierte Begruendung — Verstoss gegen Art. 35 Abs. 9 und Art. 5 Abs. 2 DSGVO.
- Konsultation wird nur formal durchgefuehrt, Ergebnis nicht in die DSFA aufgenommen.
- Betriebsrat wird umgangen, obwohl Mitbestimmung nach BetrVG ausgeloest ist.
- Konsultation wird nach DSFA-Abschluss durchgefuehrt — verfehlt den Zweck der Risikoabwaegung.
- Schutzinteressen werden pauschal behauptet ohne konkrete Begruendung.
- Bei öffentlichen Stellen werden Beteiligungsrechte nach Landesrecht uebersehen.
- Eingaenge der Stakeholder werden nicht im Verarbeitungsverzeichnis Art. 30 verlinkt.
## Quellen Stand 06/2026
- Art. 35 Abs. 9 DSGVO
- § 26 BDSG; §§ 87, 90, 94 BetrVG
- EDSA-Leitlinien WP 248 rev.01
- Literatur: Kommentar- und Aufsatzfundstellen nur bei eigener Quelle
> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
COMPATIBILITY & REFERENCES
Platform guidance
Imported from the listed AgentSkill.sh category. Complete supplied package files and notices are retained. Required external tools and credentials are not installed. No bundled code was executed during import. Individual agent task behavior has not been tested.
Generate detailed control implementation guidance, technical steps, and implementation plans for OSCAL security controls. Use this skill to create implementation narratives, technical procedures, and deployment plans.
Soc2 Compliance Checker - Auto-activating skill for Security Advanced. Triggers on: soc2 compliance checker, soc2 compliance checker Part of the Security Advanced skill category.
The AI native file format. EXIF for AI — stamps every file with trust scores, source provenance, and compliance metadata. Embeds into 20+ formats (DOCX, PDF, images, code). EU AI Act, SOX, HIPAA auditing.
Assess worker-classification and compliance risk for temporary event staffing in the US and Canada — W-2 vs 1099, misclassification penalties, joint-employer liability, COI, and wage/hour rules. Includes live state-by-state lookups via MCP.