PromptWriting & editing
Analyze document revisions
Compare two supplied document versions for changes in obligations, scope, and meaning.
✳Claude
MIT · FreeView prompt
Römisches Recht: Personae Status Und Familie. Geführter Fachmodul mit Quellenlogik, Prüfroutine, Red-Team-Fragen und verwertbarem Output.
--- name: personae-status-und-familie description: "Für Personae Status und Familie: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt." --- # Personae Status Und Familie ## Quellenanker - **Gaius, Institutiones 1.9-1.12** — Grundeinteilung: omnes homines aut liberi sunt aut servi; Freie sind ingenui oder libertini - **D. 1.5.4 (Florentinus)** — libertas als naturalis facultas; Sklaverei als Einrichtung des ius gentium contra naturam - **D. 4.5.11 (Paulus)** — capitis deminutio maxima, media, minima — Verlust von libertas, civitas oder familia - **Gaius, Institutiones 1.48-1.55** — patria potestas: Gewalt des pater familias über Hauskinder, ius vitae necisque (historisch) ## Kernregeln Der Status einer Person bestimmt sich dreifach: status libertatis (frei/unfrei), status civitatis (civis/Latinus/peregrinus), status familiae (sui iuris/alieni iuris). Nur der freie römische Bürger sui iuris hat volle Rechtsfähigkeit. Die capitis deminutio stuft ab: maxima vernichtet die Freiheit (und damit alles), media die Bürgerschaft, minima verändert nur die Familienzugehörigkeit (z. B. adoptio, emancipatio). Frauen sui iuris standen historisch unter tutela mulierum, die in klassischer Zeit zur Formalität wurde. ## Moderne Parallele Heutiges Pendant: Rechtsfähigkeit § 1 BGB beginnt mit Geburtsvollendung — statusunabhängig. Die Dreiteilung lebt begrifflich fort in Statusfragen des IPR (Personalstatut, Art. 7 EGBGB) und im Familienrecht (elterliche Sorge §§ 1626 ff. BGB als gewandelte potestas). ## Typische Fehler Patria potestas nicht mit moderner elterlicher Sorge gleichsetzen — sie war lebenslang und vermögensrechtlich total (Hauskinder erwarben dem Vater). Capitis deminutio minima nicht als 'Strafe' lesen; sie trat auch bei für den Betroffenen günstigen Akten ein (adoptio). ## Arbeitsweise 1. Quellen zuerst: einschlägige Stellen (Gaius, Digesten, Codex) mit Inskription benennen; Rekonstruktionsgrad und Interpolationsverdacht offenlegen. 2. Epochen trennen: vorklassisch — klassisch — justinianisch — Rezeption; nichts rückprojizieren. 3. Funktional vergleichen: erst die römische Funktion, dann die heutige Norm mit gleicher Aufgabe; Unterschiede ausdrücklich benennen. 4. Für Klausur/Lehre: Institutionensystem (personae — res — actiones) als Gliederungsraster nutzen; lateinische Begriffe beim ersten Auftreten übersetzen.--- name: personae-status-und-familie description: "Für Personae Status und Familie: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt." --- # Personae Status Und Familie ## Quellenanker - **Gaius, Institutiones 1.9-1.12** — Grundeinteilung: omnes homines aut liberi sunt aut servi; Freie sind ingenui oder libertini - **D. 1.5.4 (Florentinus)** — libertas als naturalis facultas; Sklaverei als Einrichtung des ius gentium contra naturam - **D. 4.5.11 (Paulus)** — capitis deminutio maxima, media, minima — Verlust von libertas, civitas oder familia - **Gaius, Institutiones 1.48-1.55** — patria potestas: Gewalt des pater familias über Hauskinder, ius vitae necisque (historisch) ## Kernregeln Der Status einer Person bestimmt sich dreifach: status libertatis (frei/unfrei), status civitatis (civis/Latinus/peregrinus), status familiae (sui iuris/alieni iuris). Nur der freie römische Bürger sui iuris hat volle Rechtsfähigkeit. Die capitis deminutio stuft ab: maxima vernichtet die Freiheit (und damit alles), media die Bürgerschaft, minima verändert nur die Familienzugehörigkeit (z. B. adoptio, emancipatio). Frauen sui iuris standen historisch unter tutela mulierum, die in klassischer Zeit zur Formalität wurde. ## Moderne Parallele Heutiges Pendant: Rechtsfähigkeit § 1 BGB beginnt mit Geburtsvollendung — statusunabhängig. Die Dreiteilung lebt begrifflich fort in Statusfragen des IPR (Personalstatut, Art. 7 EGBGB) und im Familienrecht (elterliche Sorge §§ 1626 ff. BGB als gewandelte potestas). ## Typische Fehler Patria potestas nicht mit moderner elterlicher Sorge gleichsetzen — sie war lebenslang und vermögensrechtlich total (Hauskinder erwarben dem Vater). Capitis deminutio minima nicht als 'Strafe' lesen; sie trat auch bei für den Betroffenen günstigen Akten ein (adoptio). ## Arbeitsweise 1. Quellen zuerst: einschlägige Stellen (Gaius, Digesten, Codex) mit Inskription benennen; Rekonstruktionsgrad und Interpolationsverdacht offenlegen. 2. Epochen trennen: vorklassisch — klassisch — justinianisch — Rezeption; nichts rückprojizieren. 3. Funktional vergleichen: erst die römische Funktion, dann die heutige Norm mit gleicher Aufgabe; Unterschiede ausdrücklich benennen. 4. Für Klausur/Lehre: Institutionensystem (personae — res — actiones) als Gliederungsraster nutzen; lateinische Begriffe beim ersten Auftreten übersetzen.
Imported from the listed AgentSkill.sh category. Complete supplied package files and notices are retained. Required external tools and credentials are not installed. No bundled code was executed during import. Individual agent task behavior has not been tested.