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Sanierungsmoderation nach § 94 StaRUG vorbereiten und durchführen wenn außergerichtliche Einigung mit moderierender Instanz angestrebt wird. §§ 94 ff. StaRUG Sanierungsmoderation. Prüfraster: Antrag Bestellungsvoraussetzungen Moderationsplan Vertraulichkeit Gläubiger-Einbeziehung Abschlussbericht...
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name: sanierungsmoderation-94-starug
description: "Für Sanierungsmoderation Paragraf 94 StaRUG: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt."
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# Sanierungsmoderation § 94 StaRUG
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Sanierungsmoderation § 94 StaRUG` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- **Outputpflicht:** Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Eingaben
- Wirtschaftliche Lage Schuldner (Liquidität Überschuldung drohende Zahlungs-Unfähigkeit)
- Gläubiger-Liste mit Forderungs-Höhen
- Bisherige Sanierungs-Versuche
- Sanierungs-Konzept-Skizze
- Streit-Punkte mit Hauptgläubigern
## Schritt 1 — Anwendungsbereich § 94 StaRUG
### Voraussetzungen
- **Schuldner** Unternehmer (natürliche oder juristische Person)
- **Wirtschaftliche Lage** gefährdet (drohende Zahlungs-Unfähigkeit § 18 InsO oder bereits drohende Restrukturierungs-Bedürftigkeit)
- **Aussicht auf Erfolg** Sanierungs-Gespräche
### Abgrenzung
- **StaRUG-Restrukturierungs-Verfahren** §§ 31 ff. — bei Schwierigkeit der Vergleichs-Findung
- **Insolvenz** bei Eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit § 17 InsO oder Überschuldung § 19 InsO
- **Sanierungsmoderation** vorgelagert / vorbeugend
## Schritt 2 — Antrag § 95 StaRUG
### Antrag-Inhalt
- Bezeichnung Schuldner
- Sachstand wirtschaftliche Lage
- Schilderung Sanierungs-Bedarf
- Liste Gläubiger Forderungs-Höhen
- Geforderter Verhandlungs-Inhalt
### Antragsteller
- Schuldner selbst
### Zuständigkeit
- Restrukturierungs-Gericht (LG-Insolvenz-Abteilung)
- Bestimmt durch Schuldner-Sitz
### Form
- Schriftlich elektronisch
- Mit Unterlagen
## Schritt 3 — Bestellung Moderator § 95 StaRUG
### Auswahl
- Gericht bestellt Sanierungsmoderator
- Vorschlags-Recht Schuldner (im Antrag)
- Vorraussetzung Eignung (Erfahrung Wirtschafts-Sanierung)
### Anforderungen Moderator
- Wirtschafts-Beratungs-Erfahrung
- Häufig: Wirtschafts-Prüfer, Rechtsanwalt mit Sanierungs-Schwerpunkt
- Unabhängigkeit
### Vergütung
- Nach billigem Ermessen Gericht
- Schuldner trägt Kosten
## Schritt 4 — Aufgaben Moderator § 96 StaRUG
### Vermittler-Rolle
- **Sachverhalts-Aufklärung** Wirtschaftslage Schuldner
- **Sanierungs-Konzept** ausarbeiten mit Schuldner
- **Verhandlungen** mit Gläubigern moderieren
- **Vergleichs-Versuch** zwischen Schuldner und Gläubigern
- **Berichte** an Gericht (Halbzeit Abschluss)
### Vertraulichkeit § 97 StaRUG
- **Pflicht zur Verschwiegenheit** Moderator und Beteiligte
- Bei Schaden durch Verletzung: Schadensersatz-Pflicht
- Ausnahme: Mitteilung an Gericht und Beteiligte des Verfahrens
### Befugnisse
- **Keine Verfügungs-Befugnis** über Vermögen Schuldner
- **Keine Zwangs-Befugnisse** gegenüber Gläubigern
- Reine Moderations- und Berater-Rolle
## Schritt 5 — Verfahrens-Dauer § 94 Abs. 2 StaRUG
- **Drei Monate** Standard-Dauer
- **Verlängerung** auf bis zu sechs Monate durch Gericht-Beschluss möglich
- **Aufhebung** bei offensichtlicher Aussichts-Losigkeit oder Antrags-Rücknahme
## Schritt 6 — Sanierungsvergleich § 97 StaRUG und Bestätigung § 100 StaRUG
### Bei Erfolg
- **Sanierungs-Vergleich** zwischen Schuldner und Gläubigern, § 97 StaRUG (Inhalt, Form, Wirkung)
- **Bestätigung durch Restrukturierungs-Gericht** auf Antrag, § 100 StaRUG
- Wirkung: Anfechtungs-Privileg nach § 90 StaRUG bei späterer Insolvenz
### Anfechtungs-Privileg § 90 StaRUG
- Bestätigter Sanierungs-Vergleich (§ 100 StaRUG) bzw. Restrukturierungs-Plan ist im Umfang des § 90 StaRUG anfechtungs-privilegiert
- Schutz-Wirkung gegen Vorsatz-Anfechtung § 133 InsO
- Bargeschäfts-Privileg § 142 InsO bleibt ergänzend anwendbar
### Vergleichs-Inhalte typisch
- Stundung Schulden
- Teil-Erlass
- Tilgungs-Plan
- Sicherheits-Bestellung
- Anteils-Übertragungen (Debt-Equity-Swap)
- Sanierungs-Maßnahmen Schuldner-seite
## Schritt 7 — Vorteile gegenüber anderen Verfahren
### Gegenüber Insolvenz
- **Vertraulichkeit** Bewahrung Reputation
- **Geringere Kosten**
- **Schnellere Lösung**
- **Erhalt Geschäftsbetrieb**
- **Erhalt Geschäftsführer-Verfügung**
### Gegenüber Restrukturierungs-Verfahren StaRUG §§ 31 ff.
- **Niedrigere Schwelle**
- **Keine Mehrheits-Beschluss-Bindung** Gläubiger
- **Reine Konsens-Findung**
- **Kein öffentliches Verfahren**
### Gegenüber außergerichtlichem Vergleich
- **Bestätigungs-Möglichkeit** mit Anfechtungs-Schutz
- **Strukturiertes Verfahren**
- **Vertraulichkeits-Schutz**
- **Gerichtlich begleitet**
## Schritt 8 — Konkretes Vorgehen
### Vor-Phase
1. **Wirtschaftlich Lage analysieren** (Skill `liquiditaetsvorschau-3wochen` etc.)
2. **Sanierungs-Konzept-Skizze** (IDW S 6 Mindeststandard)
3. **Gläubiger-Sondierung** vorab
4. **Anwalts-Beratung** Sanierungs-Spezialist
### Antrags-Phase
1. **Antrag beim Restrukturierungs-Gericht** mit Moderator-Vorschlag
2. **Bestellung Moderator** durch Gericht
3. **Erstes Beratungs-Gespräch** mit Moderator
### Verhandlungs-Phase
1. **Gläubiger-Verhandlungen** moderiert durch Moderator
2. **Sanierungs-Konzept** finalisieren
3. **Einzel-Vergleiche** mit Gläubigern
4. **Gesamt-Vergleich** entwerfen
### Abschluss-Phase
1. **Bestätigungs-Antrag** beim Gericht § 100 StaRUG
2. **Anhörung** Gläubiger
3. **Bestätigungs-Beschluss** § 100 Abs. 2 StaRUG
4. **Umsetzung** Sanierungs-Maßnahmen
## Schritt 9 — Bei Misserfolg
### Optionen
- **Übergang StaRUG-Restrukturierungs-Verfahren** §§ 31 ff. — strukturiertes Mehrheits-Verfahren
- **Insolvenz-Antrag** bei eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit / Überschuldung
- **Außergerichtlicher Vergleich** ohne Gericht (Risiko Anfechtung)
### Wechsel-Strategie
- Skill `mandat-triage-insolvenzrecht` aktivieren
- Antragspflicht § 15a InsO prüfen
- Eil-Modus
## Schritt 10 — Schuldner-Strategie
### Vor Antrag
- **Frühzeitig** vor wirtschaftlicher Eskalation
- **Sanierungs-Konzept** mit Realitätssinn (IDW S 6)
- **Gläubiger sondieren** zu Vergleichs-Bereitschaft
- **Geschäftsführer-Pflichten** beachten § 15a InsO (Sanierungsmoderation entlastet nicht von Antragspflicht bei eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit)
### Während Verfahren
- **Kooperation** mit Moderator
- **Vollständige Information** Wirtschaftslage
- **Transparenz** gegenüber Gläubigern
- **Operativ stabilisieren** (Liquiditäts-Sicherung)
### Vergleichs-Verhandlungen
- **Kompromiss-Bereitschaft**
- **Win-Win-Argumentation** (Insolvenz-Vergleich Quote-Vergleich)
- **Sicherheits-Angebote** wenn möglich
- **Sanierungs-Pflichten** des Schuldners eingehen
## Schritt 11 — Gläubiger-Strategie
### Bei Information über Sanierungsmoderation
- **Sachstand erfragen** Moderator
- **Forderungs-Anmeldung** prüfen
- **Verhandlungs-Bereitschaft** signalisieren oder verweigern
### Verhandlung
- **Eigene Position** stark vortragen
- **Sicherheiten** verlangen
- **Tilgungs-Plan** strukturieren
- **Alternative Insolvenz-Quote** als Benchmark
### Bei Zustimmungs-Entscheidung
- **Vergleich-Bedingungen** detail
- **Schriftform** § 126 BGB
- **Anfechtungs-Schutz** durch Gerichts-Bestätigung anstreben
## Schritt 12 — Anwalts-Mandat
### Schuldner-Seite
- **Sanierungs-Anwalt** mit StaRUG-Erfahrung
- **Wirtschafts-Prüfer** parallel für IDW S 6
- **Steuerberater** für steuerliche Effekte (Sanierungsgewinn-Steuer)
### Gläubiger-Seite
- **Insolvenz-Spezialist**
- **Bewertung Vergleichs-Vorschlag** vs. Insolvenz-Quote
- **Schaden-Maximierung**
## Verzahnung mit anderen Skills
- `liquiditaetsvorschau-3wochen` — Liquidität-Analyse
- `liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate` — mittel-langfristige Planung
- `fortbestehensprognose-zusammenfuehren` — IDW S 6
- `mandat-triage-insolvenzrecht` — bei Misserfolg
- `antragspflicht-15a-inso` — Geschäftsführer-Pflichten
- `glaeubigerausschuss-mitwirkung` — bei späterem Verfahren
- `anfechtungsrechte-pruefen` — Schutz durch § 90 StaRUG
## Ausgabe
- `sanierungsmoderation-{schuldner}.md` mit Wirtschaftslage Vorbereitung Antrag
- Antrags-Schriftsatz § 95 StaRUG
- Sanierungs-Konzept-Skelett
- Gläubiger-Liste
- Verhandlungs-Strategie
- Vergleichs-Entwürfe
- Bei Misserfolg: Eskalations-Plan
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Quellen
- StaRUG §§ 94 95 96 97 100 90
- InsO §§ 17 18 19 142
- **BGH IX ZR 122/23 vom 05.12.2024** — Unlauterkeit bei Bargeschäft im Sanierungskontext; konkretes gezielt schädigendes Verhalten erforderlich. <https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.12.2024&Aktenzeichen=IX+ZR+122/23>
- IDW S 6 (Sanierungs-Fähigkeit)
- Literatur (Frind, Skauradszun) nur bei vom Nutzer bereitgestellter oder lizenziert live geprüfter Quelle
## Weitere Leitentscheidungen StaRUG-Moderation
- Konkrete Restrukturierungsgerichts-Entscheidungen zur Sanierungsmoderation (§§ 94–100 StaRUG), insbesondere zur Bestellung des Moderators und zur Bestätigung des Sanierungsvergleichs (§ 97 StaRUG), vor Ausgabe über dejure.org / openjur.de mit Gericht, Datum, Aktenzeichen verifizieren.
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name: sanierungsmoderation-94-starug
description: "Für Sanierungsmoderation Paragraf 94 StaRUG: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt."
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# Sanierungsmoderation § 94 StaRUG
## Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
## Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Sanierungsmoderation § 94 StaRUG` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- **Outputpflicht:** Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
## Eingaben
- Wirtschaftliche Lage Schuldner (Liquidität Überschuldung drohende Zahlungs-Unfähigkeit)
- Gläubiger-Liste mit Forderungs-Höhen
- Bisherige Sanierungs-Versuche
- Sanierungs-Konzept-Skizze
- Streit-Punkte mit Hauptgläubigern
## Schritt 1 — Anwendungsbereich § 94 StaRUG
### Voraussetzungen
- **Schuldner** Unternehmer (natürliche oder juristische Person)
- **Wirtschaftliche Lage** gefährdet (drohende Zahlungs-Unfähigkeit § 18 InsO oder bereits drohende Restrukturierungs-Bedürftigkeit)
- **Aussicht auf Erfolg** Sanierungs-Gespräche
### Abgrenzung
- **StaRUG-Restrukturierungs-Verfahren** §§ 31 ff. — bei Schwierigkeit der Vergleichs-Findung
- **Insolvenz** bei Eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit § 17 InsO oder Überschuldung § 19 InsO
- **Sanierungsmoderation** vorgelagert / vorbeugend
## Schritt 2 — Antrag § 95 StaRUG
### Antrag-Inhalt
- Bezeichnung Schuldner
- Sachstand wirtschaftliche Lage
- Schilderung Sanierungs-Bedarf
- Liste Gläubiger Forderungs-Höhen
- Geforderter Verhandlungs-Inhalt
### Antragsteller
- Schuldner selbst
### Zuständigkeit
- Restrukturierungs-Gericht (LG-Insolvenz-Abteilung)
- Bestimmt durch Schuldner-Sitz
### Form
- Schriftlich elektronisch
- Mit Unterlagen
## Schritt 3 — Bestellung Moderator § 95 StaRUG
### Auswahl
- Gericht bestellt Sanierungsmoderator
- Vorschlags-Recht Schuldner (im Antrag)
- Vorraussetzung Eignung (Erfahrung Wirtschafts-Sanierung)
### Anforderungen Moderator
- Wirtschafts-Beratungs-Erfahrung
- Häufig: Wirtschafts-Prüfer, Rechtsanwalt mit Sanierungs-Schwerpunkt
- Unabhängigkeit
### Vergütung
- Nach billigem Ermessen Gericht
- Schuldner trägt Kosten
## Schritt 4 — Aufgaben Moderator § 96 StaRUG
### Vermittler-Rolle
- **Sachverhalts-Aufklärung** Wirtschaftslage Schuldner
- **Sanierungs-Konzept** ausarbeiten mit Schuldner
- **Verhandlungen** mit Gläubigern moderieren
- **Vergleichs-Versuch** zwischen Schuldner und Gläubigern
- **Berichte** an Gericht (Halbzeit Abschluss)
### Vertraulichkeit § 97 StaRUG
- **Pflicht zur Verschwiegenheit** Moderator und Beteiligte
- Bei Schaden durch Verletzung: Schadensersatz-Pflicht
- Ausnahme: Mitteilung an Gericht und Beteiligte des Verfahrens
### Befugnisse
- **Keine Verfügungs-Befugnis** über Vermögen Schuldner
- **Keine Zwangs-Befugnisse** gegenüber Gläubigern
- Reine Moderations- und Berater-Rolle
## Schritt 5 — Verfahrens-Dauer § 94 Abs. 2 StaRUG
- **Drei Monate** Standard-Dauer
- **Verlängerung** auf bis zu sechs Monate durch Gericht-Beschluss möglich
- **Aufhebung** bei offensichtlicher Aussichts-Losigkeit oder Antrags-Rücknahme
## Schritt 6 — Sanierungsvergleich § 97 StaRUG und Bestätigung § 100 StaRUG
### Bei Erfolg
- **Sanierungs-Vergleich** zwischen Schuldner und Gläubigern, § 97 StaRUG (Inhalt, Form, Wirkung)
- **Bestätigung durch Restrukturierungs-Gericht** auf Antrag, § 100 StaRUG
- Wirkung: Anfechtungs-Privileg nach § 90 StaRUG bei späterer Insolvenz
### Anfechtungs-Privileg § 90 StaRUG
- Bestätigter Sanierungs-Vergleich (§ 100 StaRUG) bzw. Restrukturierungs-Plan ist im Umfang des § 90 StaRUG anfechtungs-privilegiert
- Schutz-Wirkung gegen Vorsatz-Anfechtung § 133 InsO
- Bargeschäfts-Privileg § 142 InsO bleibt ergänzend anwendbar
### Vergleichs-Inhalte typisch
- Stundung Schulden
- Teil-Erlass
- Tilgungs-Plan
- Sicherheits-Bestellung
- Anteils-Übertragungen (Debt-Equity-Swap)
- Sanierungs-Maßnahmen Schuldner-seite
## Schritt 7 — Vorteile gegenüber anderen Verfahren
### Gegenüber Insolvenz
- **Vertraulichkeit** Bewahrung Reputation
- **Geringere Kosten**
- **Schnellere Lösung**
- **Erhalt Geschäftsbetrieb**
- **Erhalt Geschäftsführer-Verfügung**
### Gegenüber Restrukturierungs-Verfahren StaRUG §§ 31 ff.
- **Niedrigere Schwelle**
- **Keine Mehrheits-Beschluss-Bindung** Gläubiger
- **Reine Konsens-Findung**
- **Kein öffentliches Verfahren**
### Gegenüber außergerichtlichem Vergleich
- **Bestätigungs-Möglichkeit** mit Anfechtungs-Schutz
- **Strukturiertes Verfahren**
- **Vertraulichkeits-Schutz**
- **Gerichtlich begleitet**
## Schritt 8 — Konkretes Vorgehen
### Vor-Phase
1. **Wirtschaftlich Lage analysieren** (Skill `liquiditaetsvorschau-3wochen` etc.)
2. **Sanierungs-Konzept-Skizze** (IDW S 6 Mindeststandard)
3. **Gläubiger-Sondierung** vorab
4. **Anwalts-Beratung** Sanierungs-Spezialist
### Antrags-Phase
1. **Antrag beim Restrukturierungs-Gericht** mit Moderator-Vorschlag
2. **Bestellung Moderator** durch Gericht
3. **Erstes Beratungs-Gespräch** mit Moderator
### Verhandlungs-Phase
1. **Gläubiger-Verhandlungen** moderiert durch Moderator
2. **Sanierungs-Konzept** finalisieren
3. **Einzel-Vergleiche** mit Gläubigern
4. **Gesamt-Vergleich** entwerfen
### Abschluss-Phase
1. **Bestätigungs-Antrag** beim Gericht § 100 StaRUG
2. **Anhörung** Gläubiger
3. **Bestätigungs-Beschluss** § 100 Abs. 2 StaRUG
4. **Umsetzung** Sanierungs-Maßnahmen
## Schritt 9 — Bei Misserfolg
### Optionen
- **Übergang StaRUG-Restrukturierungs-Verfahren** §§ 31 ff. — strukturiertes Mehrheits-Verfahren
- **Insolvenz-Antrag** bei eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit / Überschuldung
- **Außergerichtlicher Vergleich** ohne Gericht (Risiko Anfechtung)
### Wechsel-Strategie
- Skill `mandat-triage-insolvenzrecht` aktivieren
- Antragspflicht § 15a InsO prüfen
- Eil-Modus
## Schritt 10 — Schuldner-Strategie
### Vor Antrag
- **Frühzeitig** vor wirtschaftlicher Eskalation
- **Sanierungs-Konzept** mit Realitätssinn (IDW S 6)
- **Gläubiger sondieren** zu Vergleichs-Bereitschaft
- **Geschäftsführer-Pflichten** beachten § 15a InsO (Sanierungsmoderation entlastet nicht von Antragspflicht bei eingetretener Zahlungs-Unfähigkeit)
### Während Verfahren
- **Kooperation** mit Moderator
- **Vollständige Information** Wirtschaftslage
- **Transparenz** gegenüber Gläubigern
- **Operativ stabilisieren** (Liquiditäts-Sicherung)
### Vergleichs-Verhandlungen
- **Kompromiss-Bereitschaft**
- **Win-Win-Argumentation** (Insolvenz-Vergleich Quote-Vergleich)
- **Sicherheits-Angebote** wenn möglich
- **Sanierungs-Pflichten** des Schuldners eingehen
## Schritt 11 — Gläubiger-Strategie
### Bei Information über Sanierungsmoderation
- **Sachstand erfragen** Moderator
- **Forderungs-Anmeldung** prüfen
- **Verhandlungs-Bereitschaft** signalisieren oder verweigern
### Verhandlung
- **Eigene Position** stark vortragen
- **Sicherheiten** verlangen
- **Tilgungs-Plan** strukturieren
- **Alternative Insolvenz-Quote** als Benchmark
### Bei Zustimmungs-Entscheidung
- **Vergleich-Bedingungen** detail
- **Schriftform** § 126 BGB
- **Anfechtungs-Schutz** durch Gerichts-Bestätigung anstreben
## Schritt 12 — Anwalts-Mandat
### Schuldner-Seite
- **Sanierungs-Anwalt** mit StaRUG-Erfahrung
- **Wirtschafts-Prüfer** parallel für IDW S 6
- **Steuerberater** für steuerliche Effekte (Sanierungsgewinn-Steuer)
### Gläubiger-Seite
- **Insolvenz-Spezialist**
- **Bewertung Vergleichs-Vorschlag** vs. Insolvenz-Quote
- **Schaden-Maximierung**
## Verzahnung mit anderen Skills
- `liquiditaetsvorschau-3wochen` — Liquidität-Analyse
- `liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate` — mittel-langfristige Planung
- `fortbestehensprognose-zusammenfuehren` — IDW S 6
- `mandat-triage-insolvenzrecht` — bei Misserfolg
- `antragspflicht-15a-inso` — Geschäftsführer-Pflichten
- `glaeubigerausschuss-mitwirkung` — bei späterem Verfahren
- `anfechtungsrechte-pruefen` — Schutz durch § 90 StaRUG
## Ausgabe
- `sanierungsmoderation-{schuldner}.md` mit Wirtschaftslage Vorbereitung Antrag
- Antrags-Schriftsatz § 95 StaRUG
- Sanierungs-Konzept-Skelett
- Gläubiger-Liste
- Verhandlungs-Strategie
- Vergleichs-Entwürfe
- Bei Misserfolg: Eskalations-Plan
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->
## Quellen
- StaRUG §§ 94 95 96 97 100 90
- InsO §§ 17 18 19 142
- **BGH IX ZR 122/23 vom 05.12.2024** — Unlauterkeit bei Bargeschäft im Sanierungskontext; konkretes gezielt schädigendes Verhalten erforderlich. <https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.12.2024&Aktenzeichen=IX+ZR+122/23>
- IDW S 6 (Sanierungs-Fähigkeit)
- Literatur (Frind, Skauradszun) nur bei vom Nutzer bereitgestellter oder lizenziert live geprüfter Quelle
## Weitere Leitentscheidungen StaRUG-Moderation
- Konkrete Restrukturierungsgerichts-Entscheidungen zur Sanierungsmoderation (§§ 94–100 StaRUG), insbesondere zur Bestellung des Moderators und zur Bestätigung des Sanierungsvergleichs (§ 97 StaRUG), vor Ausgabe über dejure.org / openjur.de mit Gericht, Datum, Aktenzeichen verifizieren.
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