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Agent skill for CFO / FP&A, Financial Analyst, Accountant, published by wayland. Project details and file access are provided by the publisher.
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Baut aus Anlegerstatus, Ticketgröße, Risikoappetit, Haltedauer, ESG-Vorgaben und regulatorischem Profil ein Investmentprofil im Private Equity Praxis.
--- name: investorprofil-lp-gp-family-office-cc8254528102 description: "Für Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt." --- # Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachkern: Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung - **Normen-/Quellenanker:** GmbHG, AktG, UmwG, GWB/FKVO, AWG/AWV, KAGB/AIFM-Bezug, LMA-Finanzierung, InsO/StaRUG, Steuer- und Managementbeteiligungsfragen. - **Entscheidende Weiche:** Bestimme Dealphase, Fondsrolle, Target-Risiko, Finanzierungsstruktur, Consent/CP, Exit-Auswirkung und Konflikt zwischen Sponsor, Management, Lender und Co-Investor. ## Worum geht es konkret Der Skill liefert ein präzises Investorprofil als Arbeitsgrundlage für Mandatsannahme, Fondsbeitritt, Side Letter, Co-Investment und IC-Memo. Das Profil entscheidet, welche Anlagebedingungen einschlägig sind, welche Sub-Doc-Variante (Spezial-AIF, ELTIF, EuVECA) gewählt wird und welche regulatorischen Sonderregeln (VAG, Versorgungswerke, kirchliche Stiftungen) zu beachten sind. ## Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen 1. Welche Anlegerkategorie nach § 1 Abs. 19 KAGB: professionell, semiprofessionell, Privatanleger? 2. Domizil und steuerliche Ansässigkeit (DE, EU, Drittstaat; FATCA/CRS)? 3. Aufsichtsregime: VAG (Versicherer/Pensionskasse), SGB IV/VAG (berufsständische Versorgungswerke), Stiftungsrecht, Kirchenrecht, IORP-II? 4. Ticketgröße und Konzentrationsgrenzen (Anlageverordnung-AnlV-Quoten, eigene Anlagerichtlinie)? 5. Haltedauer-Erwartung (Fonds-Laufzeit 10+2 Jahre Standard vs. Evergreen)? 6. ESG-Mandat: SFDR Art. 6/8/9, Taxonomie-Quote, eigene Ausschlusslisten? 7. Side-Letter-Erwartungen (MFN, ESG-Reporting, Excuse-Rights, No-Fault Divorce)? 8. Reporting-Sprache, IFRS/HGB, Datenformat ILPA? ## Rechtlicher und transaktionaler Rahmen KAGB-Anlegerkategorien: professionell (Annex II MiFID II), semiprofessionell (§ 1 Abs. 19 Nr. 33 KAGB, Mindestticket 200 000 EUR plus Eignungsprüfung), Privatanleger; VAG §§ 124, 215 für Versicherer mit Bezug auf AnlV-Quoten (typisch 35 Prozent Risikokapitalquote, 7.5 Prozent Beteiligungsquote, jeweils vom Anwender mit aktueller AnlV-Fassung zu prüfen); SGB IV § 80 für Versorgungswerke; BGB §§ 80 ff. Stiftungsrecht (seit Reform 2023 bundeseinheitlich); GwG §§ 10 ff.; FATCA-Selbstauskunft Form W-8/W-9; CRS-Meldung nach FKAustG; Sanktionsscreening (EU 833/2014 Russland, EU 269/2014 Belarus, OFAC SDN). ## / Schritt für Schritt 1. Anlegerstatus nach KAGB definitiv einordnen — semiprofessionell erfordert dokumentierte Eignungsprüfung. 2. Aufsichtsregime mappen (VAG, IORP-II, Stiftung) und resultierende Quotengrenzen abfragen. 3. KYC-Paket scoping: UBO-Kette, Quellnachweis, Sanktionsscreening. 4. Side-Letter-Wunschliste mit MFN-Logik abgleichen und Kollisionsrisiko mit anderen LPs prüfen. 5. ESG-Profil dokumentieren: SFDR-Kategorie des Fonds vs. LP-Vorgabe, eigene Negativliste. 6. Investmentprofil als IC-fähigen Onepager liefern (Ticket, Allocation, Side-Letter-Wünsche, KYC-Status, ESG, Reporting). ## Trade-off-Matrix | Profil A | Profil B | Empfehlung | | --- | --- | --- | | Versicherer mit AnlV-Bindung | Family Office ohne AnlV | Versicherer benötigt Anlageverordnungsbescheinigung; Family Office freier in Vehikelwahl | | Spezial-AIF | ELTIF 2.0 | Spezial-AIF für rein professionell/semiprofessionell; ELTIF wenn Retail-Zugang gewünscht | | Direktes Co-Investment | Investition über SPV/Feeder | SPV bei mehreren LPs zur Bündelung von Stimmrechten und Reporting | | MFN bei jedem Side Letter | Kategorisierter MFN (nach Ticketgröße) | Kategorisierter MFN reduziert administrative Last und Kollisionen | ## Praktikertipps Big-Law-PE - Versicherer und Versorgungswerke benötigen typischerweise eine "AnlV-Bescheinigung" — Frühzeitig mit Aktuar/Tax abstimmen. - Stiftungen müssen Vermögenserhalt und ggf. ordentliche Erträge sicherstellen — Carry-strukturierte Long-Lock-Up-Vehikel passen nicht zu jeder Stiftung. - Family Offices erwarten oft individuelle Side Letter mit Co-Invest-Rechten und Most-Favoured-Nation; klare MFN-Kategorien definieren. - Bei Drittstaat-LPs (Schweiz, USA, Naher Osten) frühzeitig FATCA/CRS-Klassifikation und Vertriebsregistrierungen klären. - "Excuse Rights" für Sharia-, Tabak-, Waffen-, fossile Energieträger-Investments standardisieren — sonst LPA-Conflict. ## Mustertexte / SPA-Klauseln MFN-Klausel (gestuft, EN/DE): > Each Tier-A Limited Partner (commitment >= EUR 100m) shall be entitled to elect any rights granted to any other Tier-A or Tier-B Limited Partner in a side letter. / Jeder Tier-A-Anleger (Zusage >= 100 Mio. EUR) hat Anspruch darauf, sämtliche Rechte zu wählen, die anderen Tier-A- oder Tier-B-Anlegern in einem Side Letter gewährt werden. Excuse Right (Standardklausel): > A Limited Partner may be excused from a Capital Call to the extent participation would breach (i) an applicable law or regulation, (ii) the LP's articulated exclusion policy as set out in Schedule [X], or (iii) such LP's fiduciary obligations. ## Typische Fehler - "Professionell" und "semiprofessionell" als Synonyme behandeln — Mindestticket und Eignungsprüfung sind unterschiedlich. - AnlV-Quoten und Konzentrationsgrenzen erst nach Subscription prüfen — Closing-Risiko. - FATCA-Forms zu spät einsammeln — Bank verweigert Konto, Closing rutscht. - MFN ungestuft gewähren — späterer Side Letter zwingt zu Massen-Anpassungen. ## Quellen Stand 06/2026 - KAGB § 1 Abs. 19 (Anlegerkategorien); §§ 281 ff. (Spezial-AIF). - VAG §§ 124, 215 i.V.m. AnlV (aktuelle Fassung vom Anwender zu prüfen); SGB IV § 80. - BGB §§ 80 ff. Stiftungsrecht (Reform 2023). - GwG §§ 10 ff.; FKAustG (CRS); FATCA-Abkommen DE-USA. - SFDR (VO (EU) 2019/2088); EU-Taxonomie-VO 2020/852. - IORP-II-RL (EU) 2016/2341.--- name: investorprofil-lp-gp-family-office-cc8254528102 description: "Für Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt." --- # Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung ## Arbeitsweg - Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht? - Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen. - Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail). - Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis. ## Fachkern: Investorprofil: LP, GP, Family Office, Stiftung, Versicherung - **Normen-/Quellenanker:** GmbHG, AktG, UmwG, GWB/FKVO, AWG/AWV, KAGB/AIFM-Bezug, LMA-Finanzierung, InsO/StaRUG, Steuer- und Managementbeteiligungsfragen. - **Entscheidende Weiche:** Bestimme Dealphase, Fondsrolle, Target-Risiko, Finanzierungsstruktur, Consent/CP, Exit-Auswirkung und Konflikt zwischen Sponsor, Management, Lender und Co-Investor. ## Worum geht es konkret Der Skill liefert ein präzises Investorprofil als Arbeitsgrundlage für Mandatsannahme, Fondsbeitritt, Side Letter, Co-Investment und IC-Memo. Das Profil entscheidet, welche Anlagebedingungen einschlägig sind, welche Sub-Doc-Variante (Spezial-AIF, ELTIF, EuVECA) gewählt wird und welche regulatorischen Sonderregeln (VAG, Versorgungswerke, kirchliche Stiftungen) zu beachten sind. ## Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen 1. Welche Anlegerkategorie nach § 1 Abs. 19 KAGB: professionell, semiprofessionell, Privatanleger? 2. Domizil und steuerliche Ansässigkeit (DE, EU, Drittstaat; FATCA/CRS)? 3. Aufsichtsregime: VAG (Versicherer/Pensionskasse), SGB IV/VAG (berufsständische Versorgungswerke), Stiftungsrecht, Kirchenrecht, IORP-II? 4. Ticketgröße und Konzentrationsgrenzen (Anlageverordnung-AnlV-Quoten, eigene Anlagerichtlinie)? 5. Haltedauer-Erwartung (Fonds-Laufzeit 10+2 Jahre Standard vs. Evergreen)? 6. ESG-Mandat: SFDR Art. 6/8/9, Taxonomie-Quote, eigene Ausschlusslisten? 7. Side-Letter-Erwartungen (MFN, ESG-Reporting, Excuse-Rights, No-Fault Divorce)? 8. Reporting-Sprache, IFRS/HGB, Datenformat ILPA? ## Rechtlicher und transaktionaler Rahmen KAGB-Anlegerkategorien: professionell (Annex II MiFID II), semiprofessionell (§ 1 Abs. 19 Nr. 33 KAGB, Mindestticket 200 000 EUR plus Eignungsprüfung), Privatanleger; VAG §§ 124, 215 für Versicherer mit Bezug auf AnlV-Quoten (typisch 35 Prozent Risikokapitalquote, 7.5 Prozent Beteiligungsquote, jeweils vom Anwender mit aktueller AnlV-Fassung zu prüfen); SGB IV § 80 für Versorgungswerke; BGB §§ 80 ff. Stiftungsrecht (seit Reform 2023 bundeseinheitlich); GwG §§ 10 ff.; FATCA-Selbstauskunft Form W-8/W-9; CRS-Meldung nach FKAustG; Sanktionsscreening (EU 833/2014 Russland, EU 269/2014 Belarus, OFAC SDN). ## / Schritt für Schritt 1. Anlegerstatus nach KAGB definitiv einordnen — semiprofessionell erfordert dokumentierte Eignungsprüfung. 2. Aufsichtsregime mappen (VAG, IORP-II, Stiftung) und resultierende Quotengrenzen abfragen. 3. KYC-Paket scoping: UBO-Kette, Quellnachweis, Sanktionsscreening. 4. Side-Letter-Wunschliste mit MFN-Logik abgleichen und Kollisionsrisiko mit anderen LPs prüfen. 5. ESG-Profil dokumentieren: SFDR-Kategorie des Fonds vs. LP-Vorgabe, eigene Negativliste. 6. Investmentprofil als IC-fähigen Onepager liefern (Ticket, Allocation, Side-Letter-Wünsche, KYC-Status, ESG, Reporting). ## Trade-off-Matrix | Profil A | Profil B | Empfehlung | | --- | --- | --- | | Versicherer mit AnlV-Bindung | Family Office ohne AnlV | Versicherer benötigt Anlageverordnungsbescheinigung; Family Office freier in Vehikelwahl | | Spezial-AIF | ELTIF 2.0 | Spezial-AIF für rein professionell/semiprofessionell; ELTIF wenn Retail-Zugang gewünscht | | Direktes Co-Investment | Investition über SPV/Feeder | SPV bei mehreren LPs zur Bündelung von Stimmrechten und Reporting | | MFN bei jedem Side Letter | Kategorisierter MFN (nach Ticketgröße) | Kategorisierter MFN reduziert administrative Last und Kollisionen | ## Praktikertipps Big-Law-PE - Versicherer und Versorgungswerke benötigen typischerweise eine "AnlV-Bescheinigung" — Frühzeitig mit Aktuar/Tax abstimmen. - Stiftungen müssen Vermögenserhalt und ggf. ordentliche Erträge sicherstellen — Carry-strukturierte Long-Lock-Up-Vehikel passen nicht zu jeder Stiftung. - Family Offices erwarten oft individuelle Side Letter mit Co-Invest-Rechten und Most-Favoured-Nation; klare MFN-Kategorien definieren. - Bei Drittstaat-LPs (Schweiz, USA, Naher Osten) frühzeitig FATCA/CRS-Klassifikation und Vertriebsregistrierungen klären. - "Excuse Rights" für Sharia-, Tabak-, Waffen-, fossile Energieträger-Investments standardisieren — sonst LPA-Conflict. ## Mustertexte / SPA-Klauseln MFN-Klausel (gestuft, EN/DE): > Each Tier-A Limited Partner (commitment >= EUR 100m) shall be entitled to elect any rights granted to any other Tier-A or Tier-B Limited Partner in a side letter. / Jeder Tier-A-Anleger (Zusage >= 100 Mio. EUR) hat Anspruch darauf, sämtliche Rechte zu wählen, die anderen Tier-A- oder Tier-B-Anlegern in einem Side Letter gewährt werden. Excuse Right (Standardklausel): > A Limited Partner may be excused from a Capital Call to the extent participation would breach (i) an applicable law or regulation, (ii) the LP's articulated exclusion policy as set out in Schedule [X], or (iii) such LP's fiduciary obligations. ## Typische Fehler - "Professionell" und "semiprofessionell" als Synonyme behandeln — Mindestticket und Eignungsprüfung sind unterschiedlich. - AnlV-Quoten und Konzentrationsgrenzen erst nach Subscription prüfen — Closing-Risiko. - FATCA-Forms zu spät einsammeln — Bank verweigert Konto, Closing rutscht. - MFN ungestuft gewähren — späterer Side Letter zwingt zu Massen-Anpassungen. ## Quellen Stand 06/2026 - KAGB § 1 Abs. 19 (Anlegerkategorien); §§ 281 ff. (Spezial-AIF). - VAG §§ 124, 215 i.V.m. AnlV (aktuelle Fassung vom Anwender zu prüfen); SGB IV § 80. - BGB §§ 80 ff. Stiftungsrecht (Reform 2023). - GwG §§ 10 ff.; FKAustG (CRS); FATCA-Abkommen DE-USA. - SFDR (VO (EU) 2019/2088); EU-Taxonomie-VO 2020/852. - IORP-II-RL (EU) 2016/2341.
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